Qualitätsmanagement in der WfbM
Die Non-Profit-Organisation Werkstatt für behinderte Menschen beherbergt
betriebswirtschaftlich gesehen eine Profit-Organisation, welche am Markt auftritt und sich dort gegen Konkurrenz behaupten muss. Die Aufgabenstellung und die Ziele der WfbM sind deshalb komplex und oftmals konfliktbeladen, insbesondere die
regelmäßig auftretenden Zielkonflikte zwischen Rentabilität und Rehabilitation. Die Ausrichtung eines Qualitätsmanagementsystems in der WfbM
muss daher – wie Maßnahmen der Organisa-tionsentwicklung im Allgemeinen - beide
Kundengruppen im Blickpunkt haben, um die rehabilitativ-ökonomische Balance der WfbM nicht zu gefährden.
Die Ausrichtung eines QM-Systems fördert
durch die hierdurch notwendige organisatorische und strukturelle Weiterentwicklung der Organisa- tion, insbesondere durch die Kunden- und Prozessorientierung, Trends und Entwicklungen. Diese vernachlässigen (im Falle der Fokussierung auf die Fertigung)
den rehabilitativen Auftrag der WfbM, oder sie gefährden (im Falle der Reduzierung
auf den Geltungsbereich Rehabilitation) den Markterfolg der Werkstätten.